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Wohnen auf Koh Tao
Weltreise-Berichte aus Asien - Weltreise-Berichte aus Thailand

Strandhütte

Du fragst Dich vielleicht, wo wir hier auf der Insel die Tage verbringen. In einem Hotel? Einer Poolvilla? ;-) Oder gar doch in einer einsamen Strandhütte? Vielleicht warst Du auch noch nie in Thailand und Du hast keine Vorstellung davon, wie das hier so abläuft.



Die Unterkunft, in der wir zur Zeit auf Koh Tao wohnen, ist direkt am Strand, am Südende der 21 Quadratkilometer großen Insel in Chalok Baan Kao Bay. Ursprünglich wollten wir ins View Point Resort, das wir von unserem letzten Aufenthalt kannten. Aber wir sind mit dem ganzen Strom der Fullmoon-Party-Feiernden von Koh Phangan auf der Insel angekommen. Der Fullmoon-Rush führt dann sofort zu Hochsaisonbelegung und -preisen. Die einfachen Hütten vom View Point liegen nicht mehr bei erwarteten 500 Baht (ca. 12 €), sondern sind doppelt so teuer. Klar sind 24 € nicht die Welt, aber für eine einfache Hütte?! Und verhandlungsbereit zeigt sich heute auch keiner.

Blick aus unserem Zimmer

Auf dem Weg zurück ins Städtchen, kommen wir an netten Holzbungalows (500 Baht, ca. 12€ ) vorbei. Der Besitzer ist aber zu faul, sich von seiner Liegeposition zu bewegen und uns einen Bungalow von Innen zu zeigen. So ein ignoranter Kerl! Er hat es wohl nicht nötig, also bekommt er auch nichts von uns.

Zurück am Hauptstrand von Chalok Baan fragen wir am Laem Klong Resort nach einem Zimmer: 350 Baht (ca. 9 €). Hm? Lass mal sehen, was es dafür gibt. Es ist zwar kein Bungalow, doch dafür ein richtig gemauertes, solides Gebäude.

Laem Klong Resort

Das Zimmer ist sauber und bietet einen direkten tollen Blick aufs Meer – zumindest mal für den Anfang, wir laden unser Gepäck ab.

Dann mieten wir uns einen Roller und machen uns auf die Suche nach schöneren Unterkünften für die Folgenächte.
Das Freedom Beach Resort in der gleichen Bucht bietet Holzhütten für 500 Baht (ca. 12 €), allerdings sind die ziemlich heruntergekommen und viel zu weit weg vom Meer.
Im Osten fahren wir zur Tanote Bay. Der teils vorhandene Weg ist extrem steil, so dass wir des öfteren den „Familie-Feuerstein-Fahrstil“ anwenden müssen, dass wir überhaupt vom Fleck kommen. Den höchsten Punkt erreicht und „Jabadabaduhhh“ es geht weiter. Vielleicht wäre hier doch ein PS-starkes Motorcross-Bike das richtigere gewesen?!
Family Tanote Bay Resort, Diamond Bungalows und das Mountain Reef Resort liegen bei ab 600 Baht (ca.15 €) die Nacht, doch dafür sind sie auch komplett ab vom Schuss. Auch nicht das, was wir wollen.

Die Aow Leuk Bay erreichen wir auch über steile, halb weggespülte Wege. Nach einer mühseligen Fahrt sehen wir in der Bucht angekommen ein sehr freundliches Schild, dass es sich um einen Privatstrand handelt, mitgebrachtes Essen und Getränke sind nicht erlaubt. Wir lassen also unser Wasser im Frontkorb des Mopeds zurück.
Das Gegenteil der Freundlichkeit des Schildes schlägt uns dann beim Betreten des Strandes in Form eines alten, mürrischen Thais ins Gesicht, der sich am liebsten an unserer Tasche zu schaffen machen würde. Er vermutet, dass wir darin das Wasser haben, das er wohl gesehen hatte. Bis wir ihm erklärt haben, dass wir das Wasser – folgsam wie wir sind – am Moped gelassen haben, hat er es geschafft, dass wir hier nicht mehr bleiben wollen. Tschüss Aow Leuk Resort.

Ab nach Mango Bay im Norden. Irgendwie werden die Straßen immer steiler! Komisches Gefühl, wenn man kurz bevor die Straße abfällt immer noch nicht den Weg nach unten sieht. Das Mango Bay Resort erreichen wir über 407 unregelmäßige und überhohe Stufen zur Bucht hinab. Auch hier freundliche Schilder mit dem Hinweis auf Privatbesitz und dem Eintritt von 200 Baht (ca. 5 €) für Nicht-Resort-Bewohner. Der Eintritt kann allerdings in Essen und Trinken getauscht werden, was wir dann auch tun. Die Zimmerpreise starten bei 1800 Baht (ca. 45 €), so dass diese Bucht und das Resort für uns nur ein Ausflugsziel bleiben.

Weiter geht es. Noch kurz in Sairee Beach im Westen gestoppt. …der Mini-Ballermann Koh Taos… Im Südwesten schauen wir uns noch die Sunset und Moondance Bungalows an. Ab 350 Baht (ca. 9 €) kann man hier in extrem einfachen Holzhütten mit Strohdach nächtigen. Die Dusche ist im Freien, die Kloschüssel direkt in den Sand gebuddelt und die Hütte ist 10 Meter vom Meer entfernt. Ist gerade Ebbe oder Flut?! Wir entscheiden uns dagegen. Ist uns ein Bisschen zu weit weg und schlecht bzw. ohne Moped nicht zu erreichen.
„Zuhause“ in unserem Zimmer freuen wir uns, dass wir damit anscheinend doch einen Glücksgriff gemacht haben. Strand und Meer vor der Haustür, Stadt mit 7-Eleven-Supermarkt ums Eck, Frühstücks- und Essmöglichkeiten zu Hauf, eine Tauchschule im Resort – die Reef Riders – und das Ganze für 9 € die Nacht.

 Zimmertür mit Lüftungsschlitzen

Das geflieste Zimmer ist einfach: Eine Doppelbettmatratze, ein Holzregal, Fliegennetz vor den Fenstern, einen Ventilator und eine Tür mit Gecko-Spalte und weiteren Lüftungsschlitzen, die wir gleich mit Antimückenspray einsprühen; unser Fliegennetz befestigen wir mit Panzertape an der Decke.

Badezimmer

Das 2 Quadratmeter große „Badezimmer“ hat eine Stromsparlampe mit ca. 5 Watt, ein Mini-Waschbecken, einen halbblinden Spiegel auf 2,50 Meter Höhe, einen Wasserhahn zum Duschen auf 2 Meter Höhe ohne Duschkopf mit kaltem, erfrischendem Strahl. Besonders angenehm, wenn man aus dem 30°C warmen Meer kommt ;-) Einen weiteren Wasserhahn auf 50 Zentimetern Höhe, für den Schöpfeimer – unsere Klospülung. Aber dafür eine echte Kloschüssel zum Sitzen. Das ist echt was wert! Außerdem gibt es noch einen Mülleimer mit Deckel, in den das selbst mitgebrachte Toilettenpapier geworfen werden soll. Bezahlt wird immer von Tag zu Tag…und inzwischen ist heute schon der 20. Tag dran. Schön hier :-)


Follow the flow!


 

Kommentare 

 
#1 sell silver nj 2015-05-05 23:53
WOW just what I was searching for. Came here by searching for Follow the flow
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