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Auf der Suche nach der passenden Tauchschule
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 Tauchkurs-Angebot

Wir sind auf Koh Tao, dem Taucherparadies im thailändischen Ozean. Was liegt da näher, als einen langgehegten Traum wahr werden zu lassen? Naja, langgehegt von mir, Tina ist da eher noch etwas skeptisch, ob das das Richtige für sie ist. Aber sie entscheidet sich, es zu versuchen und wir machen uns auf die Suche nach einer geeigneten Tauchschule für unseren Open Water Kurs für Einsteiger. Da es auf Koh Tao beinahe 50 „dive resorts“ gibt, die auf die Ausbildung von blutigen Anfängern wie uns spezialisiert sind, gehen wir bei einigen kleinen und einigen großen Unternehmen vorbei und informieren uns. Aber wie findet man die „richtige“ Tauchschule?



Wir merken bei unserer Vor-Ort-Recherche schnell, dass nicht nur die Ausbildungen nach zwei großen Ausbildungssystemen (PADI und SSI) und wenigen kleineren beinahe identisch standardisiert sind, sondern dass sich auch die Angebote weitgehend ähneln. Kommerzielle Unterschiede liegen allenfalls in der Qualität der kostenlosen Übernachtungen, die in den Kursgebühren bereits enthalten sind. Ansonsten bewegen sich die Preise von 9.800 Baht (ca. 245 €) am oberen Ende bis 9.000 Baht (225 €) am unteren Ende, jeweils inklusive vier mehr oder weniger komfortabler Übernachtungen. Wir reden also über einen preislichen Unterschied von knapp 20 €, die sich je nach Lage der Tauchschule ergeben.

Der Preis ist also nicht wirklich das entscheidende Argument für oder gegen einen Anbieter und die Kursinhalte sind ebenfalls nahezu identisch. Was sind also die entscheidenden Punkte? Für uns ist Sicherheit beim Tauchen ein großes Thema, wenn nicht sogar das Größte. Alle acht von uns befragten Tauchschulen haben großen Wert darauf gelegt, dies jedoch unterschiedlich vermarktet. Während Tom (Name von der Redaktion vielleicht geändert) nur ein flaches „Tauchen ist cool und safe!“ von sich gegeben hat und damit ausgeschieden ist, sind andere deutlich genauer geworden bis hin zu den Serviceintervallen der Ausrüstung. Leider können wir die Aussagen nicht immer überprüfen, aber unordentliche oder versiffte Empfangsbereiche lassen nicht unbedingt auf top gewartetes Equipment schließen. Meist nehmen wir die Räume genauer unter die Lupe und lassen uns möglichst viel von der Tauchschule zeigen, bis hin zum Ausrüstungsraum.

Natürlich sind - wie so oft - die Stimmung vor Ort und die Menschen, die einem etwas beibringen sollen, entscheidend. Daher sollte man nicht nur mit dem Marketingmenschen sprechen, der einem den Kurs verkauft, denn der wird im Zweifel nicht mit an oder von Bord gehen, wenn es entscheidend ist. Lass Dir den Tauchlehrer vorstellen, der für Dich verantwortlich sein wird. Sprich’ mit ihm und mach' Dir ein Bild davon, ob Du ihm vertrauen kannst und Du Dich in seiner Nähe wohl fühlst. Wir wollen natürlich auch Spaß haben, aber uns ist es wichtiger zu sehen, ob der Tauchlehrer verantwortungsbewusst ist und sein Handwerk versteht. Und da ist der entscheidende Ort unter Wasser und nicht nur an der Bar.

Außerdem haben wir als wesentlichsten Unterschied zwischen den Tauchschulen die unterschiedlichen Größen ausgemacht. Größere Tauchschulen machen oft im ersten Moment einen professionelleren Eindruck. Marketing ist aber nicht alles und unsere Fragen nach Gruppegrößen und dem Boot decken oftmals leere Versprechen auf. Das eindrucksvolle verkäuferische Talent der Promotorin mit ihren ungenauen Formulierungen und Zusicherungen blendet auch uns beinahe. Wir hören uns ein wenig um und lassen uns von Tauchschülern Informationen über die tatsächlichen Abläufe geben. So werden markige Sprüche wie „meist sind nur vier Leute in einer Gruppe, aber wenn das nicht für euch passt, könnt ihr auch ganz allein den Kurs machen“ als dreiste Köder entlarvt, denn tatsächlich gibt es in dieser Tauchschule Gruppengrößen von bis zu 12 Personen.

Wir fühlen uns in einer kleinen Gruppe von vier Leuten sehr wohl, da man die anderen Tauchschüler bei der Ausführung der Übungen beobachten und sich noch etwas abschauen kann. Außerdem haben wir zwischen den Übungen noch etwas Zeit, um uns zu erholen und müssen nicht sofort die nächste Aufgabe bewältigen. Ein Tauchkurs macht super viel Spaß, so wie die meisten Übungen, aber man darf die Anstrengung durch die Konzentration und die ungewohnte Umgebung nicht unterschätzen.

Last but not least ist auch die Menge an Tauchern wichtig, die an Bord sein werden und dementsprechend die Größe des Bootes. Weniger ist hier mehr. Mit 50 anderen unkoordinierten Anfängern an einem kleinen Riff rumzuplanschen ist nicht unsere Vorstellung von Tauchen. Zudem können kleinere Tauchschulen mit anständigen Booten und überschaubaren Gruppengrößen individuelle Wünsche berücksichtigen und auch außerhalb der üblichen Wege und Zeiten mehr fürs Geld bieten.

Das Überangebot und die vielen Abwägungen haben uns im ersten Moment verwirrt. Nach wenigen Gesprächen erkennen wir jedoch schnell, was für uns wichtig ist und welche Tauchschule am ehesten zu uns passt. Wir entscheiden uns für die Reef Riders in Chalok Bay im Süden Koh Taos und nach dem Tauchkurs und mittlerweile 6 weiteren tollen Tauchgängen sind wir immer noch davon überzeugt, dass wir uns richtig entschieden haben. Wir hoffen, dass Du Lust aufs Tauchen bekommen hast und nun auch die für Dich passende Tauchschule findest. Und dann heißt es: „Let’s go down and have fun“!

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