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Die Legende von Houyi und Chang’e
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Chang`e

Die Legende von Houyi und Chang’e aus der chinesischen Mythologie basiert auf Legenden aus weit vorchristlicher Zeit. Die Anbetung des Mondes in Form der Mondgöttin Chang’e war damals in China weit verbreitet. Noch heute sprechen die Chinesen daher im Gegensatz zu westlichen Kulturen von der „Frau im Mond“. Hier kannst Du unsere Variante der Legende lesen.

Houyi ist zu seiner Zeit ein berühmter Bogenschütze und im ganzen Reich für seine Treffsicherheit bekannt. Mit seinem legendären Bogen verfehlt er niemals sein Ziel. Seine Geliebte ist das junge, wunderschöne Mädchen Chang’e.

Eines Tages verwandeln sich die zehn Söhne des Jadekaisers in zehn Sonnen und drohen die Erde zu versengen. Der Jadekaiser befiehlt seinen Söhnen aufzuhören, doch diese wollen nicht auf ihn hören. So wendet er sich an Houyi und befiehlt ihm, alle Sonnen mit seinem Bogen vom Himmel zu schießen und nur einen seiner Söhne zu verschonen. Houyi tut wie ihm geheißen wurde und tötet neun der zehn Sonnen.

Neun der zehn Sonnen wurden vom Himmel geschossen

Die Menschen sind von ihren Qualen erlöst und feiern Houyi als Held. Der Jadekaiser erweist Houyi seine Dankbarkeit und ernennt ihn zum König. Außerdem schenkt er ihm das Elixier der Unsterblichkeit, ermahnt ihn aber, dieses nicht unvorbereitet zu sich zu nehmen. Ein Jahr des Fastens und Betens sei als Vorbereitung nötig, um die Stärke des Elixiers auszuhalten. Als König kann Houyi nun endlich Chang’e zur Frau nehmen und sie leben glücklich am Hof des Jadekaisers.

Houyi wird als Held gefeiert



Doch der Jadekaiser erträgt es nicht, dass er befohlen hat, seine Söhne zu töten. Seine Trauer will nicht enden und immer wenn er Houyi sieht, bricht es ihm das Herz. So entsendet er Houyi immer wieder zu weit entlegenen Orten und beauftragt ihn mit immer gefährlicheren Prüfungen. Houyi kann nur wenig Zeit mit seiner Frau verbringen und so beginnt diese sich zu langweilen.

Eines Tages weiß Chang’e wieder einmal nichts mit sich anzufangen und sie streift im Palast umher. Als sie in die Gemächer ihres Mannes gelangt, fällt ihr Blick auf seine Schatztruhe. Er hatte sie ermahnt, diese niemals zu öffnen, aber ihre Neugier ist stärker. Sie öffnet die Truhe und erblickt eine einzige Phiole mit einer leuchtenden Flüssigkeit. In vielen Legenden hat sie schon von dem Elixier der Unsterblichkeit gehört und erkennt sofort den Wert des Schatzes, den sie entdeckt hat. Voller Gier beginnt sie die Phiole zu öffnen, denn sie will unsterblich werden und für immer schön sein. Sie nimmt einen Schluck, spürt jedoch keine Wirkung. Hastig leert sie die Phiole bis zum Grund.

In diesem Augenblick kehrt ihr Houyi siegreich von seiner letzten Mission zurück. Er nähert sich seinen Gemächern und Chang’e sieht keinen anderen Ausweg, als sich aus dem Fenster zu stürzen. Doch sie fällt nicht, sondern beginnt zu schweben. Als sie versucht, zu ihrem Mann zurück zu kehren, kann sie dies jedoch nicht, denn das Elixier ist zu stark und sie steigt weiter auf. Houyi versucht noch, sie zu fassen, doch sie entgleitet ihm. So schwebt sie immer weiter gen Himmel und gelangt schließlich zum Mond.

Unglücklich über den Verrat an ihrem Mann und noch einsamer als zuvor lebt sie nun auf dem Mond. Seither versucht sie ein Elixier herzustellen, das sie wieder auf die Erde zurückbringt. Houyi hat unterdessen einen neuen Palast auf der Sonne gebaut, um seiner Frau näher zu sein. Nur einmal im Jahr ist es ihm möglich, seine Frau zu besuchen und das ist die Nacht des Moon Festivals. Daher ist der Vollmond in dieser einen Nacht auch immer so besonders hell und schön.



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Kommentare 

 
#2 Tina 2010-10-23 15:47
Hallo Doris,

schön, dass wir Dich auf unsere Reise mitnehmen können. Wir finden die Geschichte auch traurig, aber das Fest ist sehr fröhlich und ist für viele chinesische Familien ein Wiedersehen.

Vielen Dank für Deine guten Wünsche!

Tina und Olli
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#1 doris allgeier 2010-10-23 08:45
hallo tina...

wir kennen uns von deinem vater her( ehm arbeitskollegin ) von ihm und deiner mutter habe ich die web adresse bekommen, und von zeit zu zeit streife ich durch euer abenteuer.
ich bin sehr beindruckt von euren berichten und euren fotos.
heute habe ich mich mal wieder auf die reise gemacht und eben die geschichte von der frau im mond gelesen. sie ist traurig aber sehr schön.

euch beiden wünsche ich noch viele abenteuer -glück und gesundheit sowie stärke für die reise.

ganz liebe grüße sendet euch aus dem kalten deutschland

doris
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