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Flow-Followers Logbuch, Teil 6
Weltreise-Berichte aus Asien - Weltreise-Berichte aus Malaysia

Logbuch

Reisetage 53 bis 59: Kolonialstadt Georgetown und Pulau Penang
Nachdem wir Kota Bharu verlassen und wieder reisetauglich sind, durchqueren wir Malaysia und tauchen an der Westküste auf. Die Insel (Pulau) Penang und die gleichnamige Stadt (auch Georgetown) sind unser nächstes Ziel. Wir freuen uns auf eine entspannte Woche in einer liberalen Kolonialstadt.


Acht Stunden Busfahrt bei ökologisch und gesundheitlich bedenklich herunter klimatisierten 22 Grad Celsius (bei einer Umgebungstemperatur von 34 Grad) später kommen wir in Butterworth, dem Hafen nach Penang an. Eine kurze Fährfahrt später befinden wir uns mitten in der Millionenstadt Georgetown. Die obligatorische Suche nach einer billigen und halbwegs sauberen Unterkunft ist glücklicherweise kurz und wir machen uns zu Fuß auf die Erkundung der Stadt.

Die Historie der Stadt als Kolonie der Briten ist allgegenwärtig. Jedoch sind nur wenige Bauwerke in gut erhaltenem Zustand. Vielfach sehen wir traumhafte Villen im Kolonialstil in bester Lage verfallen und ungenutzt. Denkmalschutz scheint auch nicht besonders groß geschrieben zu werden, denn die Neonschilder mit den chinesischen Schriftzeichen hat sicherlich nicht Captain Light zu Ehren der Königin aufhängen lassen.

Überentwicklung (Model)

Malaysia scheint vielmehr auf das Neue versessen zu sein. Die Zahl der Wolkenkratzer und Baustellen ist enorm und immer wieder staunen wir über die schiere Größe der Projekte. Megamalls und Vierfach-Riesenwohnanlagen in Superluxusausführung scheinen der Zeit, dem Land und seiner Bevölkerung weit voraus zu sein. Der (natürlich börsennotierte) wohlstandsdicke Baumogul lächelt uns im Smoking von Hochglanzprospekten an und will uns eines seiner Penthouses in den fünf kleinstadtgroßen Reißbrettprojekten an der Nordküste der Insel verkaufen. Zum Glück werden so die letzten natürlichen Lücken an der Küste geschlossen, so dass man den Privatstrand nicht mehr mit den Einheimischen teilen muss. …

Da die Insel einen Umfang von gut 70 km hat, entscheiden wir uns zur Erkundung mit einem Mietwagen. Der stolze, malaiische Proton für unschlagbare 100 RM (ca. 25 €) inklusive Vollkasko von La Belle leistet uns gute Dienste und auch der ungewohnte Linksverkehr stellt kein größeres Hindernis dar. Wenn wir uns nur merken könnten, dass der Blinker nun auf der anderen Seite ist. Fröhlich wischend umrunden wir die Insel.

So kommen wir nicht nur an den hochgejubelten, frisch planierten Bauprojekten vorbei, sondern auch an den kurz zuvor gebauten, leerstehenden Wohnparks. Der ursprüngliche Charakter der Gegend ist für immer verloren und der Zugang zum Meer bis hin zum Nationalpark im Nordwesten der Insel nahezu unmöglich.

Im Dschungel

Schön, dass es den Penang Nationalpark gibt, denn nur so wird ein kleines Stück des ursprünglichen Regenwalds auf der Insel bewahrt. Wir folgen direkt am Meer dem hervorragend ausgebauten Wegenetz des Parks.

Schmetterling

Leider verpassen wir die heimische Kobra trotz der freundlichen Malaien, die uns auf sie hinweisen. Dabei sind sie extra zu uns zurück gelaufen, doch die Kobra ist zu schnell und verschwindet im Unterholz. Dafür werden wir durch viele Echsen, Schmetterlinge und die eindrucksvolle Regenwaldkulisse entschädigt. Auf dem Rückweg übersehen wir die richtige Abzweigung, so dass wir in Sandalen quer durch den Urwald laufen dürfen. Diesmal sind wir froh, dass die Kobras sich nicht zeigen.

Den Rest der Insel umrunden wir zügig und fühlen uns zeitweilig in die italienischen Alpen mit ihren kleinen Bergpässen versetzt. Nur dass wir diesmal auf der linken Seite über die Bergkämme fahren. Bevor wir zurück in Georgetown ankommen, fallen wir noch auf die Empfehlung des Lonely Planet Reiseführers herein und machen einen überflüssigen Umweg für eine als Schlangentempel getarnte Touristenfalle.

Zurück in Georgetown geben wir das Auto ab und freuen uns, wie vertrauensvoll und unproblematisch alles abläuft – im Gegensatz zu Thailand. Wir glauben genug von der Insel und der Stadt Penang gesehen zu haben und buchen zwei Bustickets nach Kuala Lumpur für den nächsten Morgen.
Hier geht`s zum Logbuch Teil 7

Zur Bildergalerie: Georgetown >>


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Kommentare 

 
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