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Flow-Followers Logbuch, Teil 5
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Logbuch

Reisetage 46 bis 53: Verheilen in Kota Bharu
Nachdem Tinas Zeh im Krankenhaus untersucht und stabilisiert wurde, entscheiden wir uns, einige Tage in der Stadt Kota Bharu zu verbringen, damit die Wunde heilen kann. Ursprünglich haben wir die Stadt nicht beachtet, eigentlich zu unrecht, wie sich herausstellen wird…


Nachdem wir ohne Reiseführer in das Land eingereist sind und mit einigen Wirren ganz gut voran kamen, sind wir nun froh, doch einen gebrauchten Lonely Planet erstanden zu haben. Tina kann derzeit ihren Fuß nicht belasten und mit drei Rucksäcken ist auch meine Reichweite eingeschränkt. Also suchen wir uns ein Guesthouse mit netter Beschreibung aus und lassen uns von einem Taxifahrer zum Krankenhaustarif (also doppelt so teuer) dort hinbringen. Wir nehmen ein großes Zimmer mit eigenem Badezimmer. Inklusive gibt es die erste heiße Dusche seit Bangkok, also seit über einem Monat. Welche Wohltat!

Da Kota Bharu an der konservativen und stark islamisch geprägten Ostküste Malaysias liegt, bekommen wir die Auswirkungen des Fastenmonats Ramadan stärker zu spüren. Sämtliche Restaurants, selbst die großen Fastfoodketten, haben tagsüber geschlossen und öffnen ihre Tore für die hungrigen Moslems erst nach Sonnenuntergang wieder. Lediglich im benachbarten Chinatown wird Integration durch Separation betrieben und wir bekommen den ganzen Tag Essen. Als wir eines Abends mal versuchen, uns gleichzeitig mit den Muslimen zum Fastenbrechen auf dem Nachtmarkt von Kota Bharu zu ernähren, werden wir sehr unfreundlich behandelt, nach dem Motto „Warum müsst ihr jetzt essen, ihr habt doch den ganzen Tag Zeit!“. Stimmt schon, aber unsere sehr vorsichtige Verhaltensweise hat diese Behandlung sicher nicht verdient. Wir sind ziemlich enttäuscht und versuchen uns bei einem McChicken zu trösten. Klappt aber nicht.

Ganz anders ergeht es uns auf dem riesigen, bunten Markt von Kota Bharu. Hier bekommt man alles, von Gewürzen über Fisch und Gemüse bis hin zu sehr frischem Rindfleisch. Der Markt ist streng nach Produkten sortiert. Wir betreten die Markthalle durch die Fischecke und sehen Berge von Fisch aller erdenklicher Arten, Farben, Formen und Größen. Danach gelangen wir zur Hühnchenabteilung. Hier liegen mehrere hundert dieser armen Tiere und warten auf ihre Zerlegung und den anschließenden Verkauf. Etwas weiter kommen wir zur Rindfleischecke. Hier hängen ganze Rinderbeine am Stück an den Ständen und man kann sich sein Lieblingsstückchen aussuchen. Die gut gefüllten Abfallkörbe lassen deutlich erkennen, dass früh am Morgen die Tiere noch selbstständig auf den Markt gelaufen sind. Das nenn’ ich mal frisch!

Gemüseverkäuferin in Kota Bharu

Besonders prachtvoll ist der Gemüsebereich in der Mitte des Marktes. Hier sitzen die Marktfrauen inmitten ihrer Produkte und verkaufen allerlei exotische Früchte und Gemüse. Farbenfrohe Gewänder bilden einen wunderschönen Kontrast und geben tolle Motive ab.

Mittlerweile haben wir unsere Reisepläne wundfreundlich fernab von Meer, Strand und Dschungel verändert und entschließen uns, nach Georgetown an der Westküste zu fahren. Dort erwarten uns tolle Kolonialbauten, eine multikulturelle, primär chinesische Bevölkerung mit ihren prächtigen Tempeln und eine abwechslungsreiche Insel zum Erkunden.
Hier geht`s zum Logbuch Teil 6

Zur Bildergalerie: Auf dem Markt in Kota Bharu >>


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