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Die Kurzgeschichte oder malaysische Kliniken
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Fußschutz

Wie war das? Lieber im schrecklich klaren, warmen Wasser die furchtbaren Tauchplätze der Perhentian Islands erkunden oder doch lieber die wunderbaren medizinischen Einrichtungen Malaysias entdecken?


Die Kliniken wollen wir sehen!
Tauchen ist doch schon ein alter Hut ;-) Man, das musste jetzt wirklich nicht sein. Wären wir einfach nur im Wasser geblieben, hätten die Füße im weichen Sand vergraben und alles wäre gut gewesen.
Auf dem Rückweg vom ersten Tauchgang schaffe ich Schussel es, meinen Mittelzeh am rechten Fuß mit voller Wucht gegen so einen blöden Stein zu donnern, der auf dem Trampelpfad zu unserem Zimmer liegt. Gestaucht, gebrochen, aufgerissen?! Fühlt sich an wie alles gleichzeitig und sieht auch so aus :-(
Na klasse, und jetzt? Reinigen, desinfizieren, vom Sand befreien…und was ist das?? …sieht ziemlich anders aus als sonst. Wir sind auf einer Insel! Gibt`s hier nen Arzt? Eine „Clinic“. Eine Bucht weiter. Olli trägt mich über den Sand, durchs Wasser zum Taxi-Speedboat, damit wir dorthin fahren, wo wir kompetente Hilfe erwarten.

Die „Clinic“ (das steh zumindest außen dran) wird von einer Dame bewacht, die uns zur mit Müllbeuteln überzogenen Pritsche führt und meinen Pass studiert. Ein kleiner Malaye kommt aus dem Nachbarzimmer und betrachtet meinen Fuß. Wenn wir es nicht besser wüssten, könnte man meinen, dass der Speedboat-Taxifahrer mal kurz seinen Zweitjob angetreten ist und meinen Fuß anschaut.
Inzwischen ist auch das halbe Dorf im Praxiszimmer angekommen und freut sich wohl daran, einen echten Patienten mit Tränen und Blut zu sehen. Der Mann an meinem Fuß sagt jetzt was. Das erste und einzige, das mir in Erinnerung geblieben ist:“We take the nail out.“
„NO!“ Ich glaub, der spinnt. Ich komm doch nicht hierher, damit der mir noch mehr weh tut. Keine Ahnung, was er noch erzählt, aber mein Nagel bleibt mindestens so lange dran, bis mir kein Taxifahrer-Arzt dasselbe sagt. So was!
Olli schaut sich den Zeh mit dem Taxifahrer-Arzt an und gesteht spatter, dass ihm doch ein bisschen übel geworden ist…soviel noch mal zum Erscheinungsbild. Eigentlich warte ich darauf, dass jeder Dorfgast nun auch einen Blick erhaschen möchte, aber die sind inzwischen wieder verschwunden. Heute gibt es keine gruselige Nail-Out-Show.

Und auch am nächsten Tag bleibt mir diese hässliche Vorstellung erspart. Wir fahren zurück ans Festland und hier in die Uniklinik von Kota Bharu. Schön, das Gefühl, wenn man in so eine echte Klinik kommt.
Ich bekomme eine Tetanus-Spritze, mein Zeh wird mit aller Vorsicht abgetastet und dann auch noch geröngt. Kein Nagelziehen, kein Bruch – also fast alles gut. Er wir noch mal gereinigt und verbunden. Jetzt kann er heilen. Ob er das mit altem oder neuem Nagel macht, entscheidet jetzt der Zeh alleine….

Wir schonen meinen Fuß für einige Tage und quartieren uns in Kota Bharu in einem Guesthouse mit warmer Dusche ein (die erste warme Dusche seit Mitte Juli).

Follow the flow!


 
 

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